Farmarbeit
Puh, die Zeit rennt... Ich werde aber versuchen öfter mal einen Blogeintrag zu machen, vielleicht wird der Text dann auch kürzer. Heute vorab ein dickes Sorry für den langen Text!
Unsere Farmarbeit begann am Samstagnachmittag (23.02.) damit, dass sich ein Farmer auf unsere Anzeige im Internet gemeldet hat und uns einen Job für 3 Wochen angeboten hat. Die Hauptaufgabe sollte darin bestehen, die Walnussbäume zu veredeln (= engl. "Budding"). 🌱
Da wir damit nichts anfangen konnten, haben wir erstmal auf YouTube geschaut wie das ganze aussehen soll. Die Arbeit schien erträglich, also haben wir uns so schnell wie möglich zurück gemeldet und hatten für Sonntagmittag ein Telefoninterview. Dieses dauerte ca. 1 Stunde und verlief so gut, dass wir am Montag anfangen konnten. Also haben wir noch am selben Tag Arbeitskleidung gekauft und sind 3 Stunden zu einem Campingplatz in der Nähe der Farm gefahren. ⛺️
Generell könnte man behaupten, dass unser Start nicht ganz so lief, wie wir uns das vorgestellt haben. Alles begann mit der Suche nach dem richtigen Campingplatz. 🆘
Platz Nr. I war sehr (!!!!) dreckig (u.a. Kondome, Schlüpfer, viele Harre in den Duschen). Da es aber bereits zu spät für einen Wechsel war, blieben wir die erste Nacht dort und "genossen" den Gesang der afrikanischen Bewohner bis spät in die Nacht. 🎼
Der Besitzer auf Campingplatz Nr. II war im Urlaub und somit nicht erreichbar.
Platz Nr. III nahm uns zum Glück auf und wurde eine Art Zufluchtsstelle für uns, da er sauber und ruhig war. Natürlich gab es aber auch hier ein paar komische Leute. Zum Beispiel hat ein Typ von morgens ca. 6.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr Bier getrunken, uns beobachtet und laut ein und dieselbe CD (Ladytron) gehört. Den ganzen Tag! Dennoch war dieser Platz mit Abstand der beste.
Da der Auf- und Abbau vom Zelt und das ganze Drumherum viel Zeit kostet, wollten wir gerne in eine Kabine umziehen. Leider waren auf Platz Nr. III alle Kabinen ausgebucht. Deswegen versuchten wir es auf Campingplatz Nr. IV und wurden fündig.
Gutgläubig wie wir waren, haben wir die Kabine eine Woche im voraus gebucht, ohne sie zu sehen. 🤦🏼♀️
Nach einem Besuch bei Marias 94-jährigen Verwandtem und 6 Stunden Autofahrt, kamen wir am Sonntag dort an und waren entsetzt von der Maggi-Box, die als Kabine vermietet wurde. Es hat so dermaßen gestunken, dass wir es dort nicht ausgehalten haben. 😱 Auch die Duschräume waren eine Katastrophe, so dass wir in unserem Zelt, direkt vor der Kabine geschlafen haben. Zum Glück haben wir das Geld erstattet bekommen und konnten zu Platz III zurückkehren.
Heute (21.03.) wurde endlich ein Traum wahr! Wir durften für ein paar Tage in eine Deluxe-Kabine ziehen, d.h. eigene Küche und eigenes Bad. 😍 Allein dieser Faktor hat uns sofort entspannt und wir haben viel mehr Motivation und Energie. Denn man kann sagen, dass wir in den letzten Wochen ziemlich viel Energie und viele Nerven verloren haben. Ja es sind auch Tränen geflossen, weil es einfach alles zu viel war. Anfangs war alles noch gut machbar aber wir sind nie wirklich zur Ruhe gekommen, denn ständig ist etwas zu erledigen. Zusätzlich zum täglichen Zeltauf- und Abbau müssen wir nämlich Essen kochen und abwaschen. Da wir nicht viel Geschirr haben, muss der Abwasch 2x gemacht werden. Bis das Nudelwasser auf unserem Gaskocher kocht, dauert es je nach Windverhältnisse auch gerne mal 1,5 Stunden. 🌬Da die Sonne früh untergeht und die Mücken dann kommen, muss man sich also beeilen. Maria hat an einem Abend bereits 15 Mückenstiche gesammelt. 🦟 Bevor die Mücken kommen, sind natürlich die Fliegen da und evtl. der Gestank vom Kuhstall oder die sozialpädagogisch auffälligen Kinder, die direkt neben uns schreien. Bis wir dann alles fertig haben und im Zelt liegen ist es i.d.R. 20.30 Uhr und wir schaffen evtl. noch 1 Folge auf Netflix, denn der Wecker klingelt ja auch schon wieder gegen 5.30 Uhr und dann heißt es aufstehen, Zelt abbauen etc. 😴 ⏰
Mittlerweile wissen wir gar nicht mehr, wie viele Morgen wir im Dunkeln im Auto gefrühstückt haben. Aber dennoch war das die Zeit, die wir am meisten genossen haben und unsere Ruhe hatten. ☕️
Also genießen wir jetzt die Zeit in der Deluxe-Kabine und hoffen, dass wir nächste Woche in eine normale, saubere Kabine umziehen können. Dann können wir uns nämlich auch vorstellen noch länger zu bleiben. 🌱
Mit der Suche nach dem richtigen Schlafplatz endet unsere Pechsträhne aber noch nicht. Denn gleich am ersten Tag, ist unser Auto mit dem linken Hinterrad (trotz Rückfahr- Kamera) in einen kleinen Graben gefahren, sodass voller Körpereinsatz von Maria gefragt war. Sie ist mit den Schuhen, die es neu zu Weihnachten gab und das einzige Paar Turnschuhe war, in die Modder-Pampe gesprungen und hat mit den 2 französischen Kollegen das Auto rausgeschoben. Zum Glück haben wir Allrad-Antrieb! Der Schuhe sind allerdings hin, für die Arbeit allerdings noch ausreichend. 🙄 🚮
Weiter ging es damit, dass unser Kühlschrank den Geist aufgegeben hat. Leider konnte er auch nicht mehr repariert werden und es musste ein Neuer her. Dieser ist noch größer, leider aber auch noch breiter, wodurch die Stühle nicht mehr so gut in das Auto passen... ❌
Bevor wir zum Familienbesuch nach Melbourne aufbrechen wollten versagte auch noch die Batterie von unserem Auto. Zum Glück hat uns unser Chef noch Starthilfe gegeben (Samstag, 15.00 Uhr). 🔋
ABER... Es ist nicht alles schlecht! 😉 Die Arbeit ist erträglich! Die Aufgabe in den ersten 3,5 Wochen bestand darin, kleine Stücke aus dem Stamm von jungen Walnussbäumen zu schneiden und diese durch andere Sprossen zu ersetzen. Dies haben wir für mehrer Stunden am Tag gemacht, was ein sehr gutes Training für die Hamstrings war! Zudem haben wir an der frischen Luft gearbeitet und fleißig an unserer braunen Haut gearbeitet. 👩🏻🌾
In dieser Woche ist Chris überwiegend damit beschäftigt Holz zu spalten und Maria kümmert sich um das Unkraut sowie um weitere Kleinarbeiten. ⚙️ Alle Arbeiten an den Walnussbäumen machen wir zusammen mit unseren zwei französischen Kollegen. Nach einem Streit (die Kommunikation war Schuld) verstehen wir uns auch wieder sehr gut! 🇫🇷



Der Verdienst ist im Vergleich zu Deutschland sehr gut hier. 💰Wir bekommen den Mindestlohn von 23,66 $/ h (= ca. 15 €) und arbeiten 6 Tage/ Woche. Die Arbeitszeiten legen wir relativ flexibel in Absprache mit unseren Kollegen fest. Das Gehalt wird in Australien jede Woche ausgezahlt, was sehr angenehm ist und die Motivation erhöht. Auch unser Chef ist eigentlich ziemlich nett, wenn man weiß wie man seine Äußerungen zu deuten hat. So war es auch kein Problem, dass wir mal ein Wochenende frei bekommen, um zum Arnold Sports Festival nach Melbourne zu fahren. Hier wurde übrigens ein Traum von Chris wahr. Er hat Arnold Schwarzenegger live gesehen und konnte ihm sogar die Hand schütteln. 💪🏻
Außerdem haben wir die Möglichkeit länger bei ihm zu bleiben und weiterhin unsere Urlaubskasse aufzufrischen und Tage für unser Visum zu sammeln.
Das nächste YouTube Video wird übrigens auch ganz bald online sein, dann gibt es noch mal nachträglich ein paar Eindrücke von Tasmanien.
Da wir damit nichts anfangen konnten, haben wir erstmal auf YouTube geschaut wie das ganze aussehen soll. Die Arbeit schien erträglich, also haben wir uns so schnell wie möglich zurück gemeldet und hatten für Sonntagmittag ein Telefoninterview. Dieses dauerte ca. 1 Stunde und verlief so gut, dass wir am Montag anfangen konnten. Also haben wir noch am selben Tag Arbeitskleidung gekauft und sind 3 Stunden zu einem Campingplatz in der Nähe der Farm gefahren. ⛺️
Generell könnte man behaupten, dass unser Start nicht ganz so lief, wie wir uns das vorgestellt haben. Alles begann mit der Suche nach dem richtigen Campingplatz. 🆘
Platz Nr. I war sehr (!!!!) dreckig (u.a. Kondome, Schlüpfer, viele Harre in den Duschen). Da es aber bereits zu spät für einen Wechsel war, blieben wir die erste Nacht dort und "genossen" den Gesang der afrikanischen Bewohner bis spät in die Nacht. 🎼
Der Besitzer auf Campingplatz Nr. II war im Urlaub und somit nicht erreichbar.
Platz Nr. III nahm uns zum Glück auf und wurde eine Art Zufluchtsstelle für uns, da er sauber und ruhig war. Natürlich gab es aber auch hier ein paar komische Leute. Zum Beispiel hat ein Typ von morgens ca. 6.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr Bier getrunken, uns beobachtet und laut ein und dieselbe CD (Ladytron) gehört. Den ganzen Tag! Dennoch war dieser Platz mit Abstand der beste.
Gutgläubig wie wir waren, haben wir die Kabine eine Woche im voraus gebucht, ohne sie zu sehen. 🤦🏼♀️
Nach einem Besuch bei Marias 94-jährigen Verwandtem und 6 Stunden Autofahrt, kamen wir am Sonntag dort an und waren entsetzt von der Maggi-Box, die als Kabine vermietet wurde. Es hat so dermaßen gestunken, dass wir es dort nicht ausgehalten haben. 😱 Auch die Duschräume waren eine Katastrophe, so dass wir in unserem Zelt, direkt vor der Kabine geschlafen haben. Zum Glück haben wir das Geld erstattet bekommen und konnten zu Platz III zurückkehren.
Heute (21.03.) wurde endlich ein Traum wahr! Wir durften für ein paar Tage in eine Deluxe-Kabine ziehen, d.h. eigene Küche und eigenes Bad. 😍 Allein dieser Faktor hat uns sofort entspannt und wir haben viel mehr Motivation und Energie. Denn man kann sagen, dass wir in den letzten Wochen ziemlich viel Energie und viele Nerven verloren haben. Ja es sind auch Tränen geflossen, weil es einfach alles zu viel war. Anfangs war alles noch gut machbar aber wir sind nie wirklich zur Ruhe gekommen, denn ständig ist etwas zu erledigen. Zusätzlich zum täglichen Zeltauf- und Abbau müssen wir nämlich Essen kochen und abwaschen. Da wir nicht viel Geschirr haben, muss der Abwasch 2x gemacht werden. Bis das Nudelwasser auf unserem Gaskocher kocht, dauert es je nach Windverhältnisse auch gerne mal 1,5 Stunden. 🌬Da die Sonne früh untergeht und die Mücken dann kommen, muss man sich also beeilen. Maria hat an einem Abend bereits 15 Mückenstiche gesammelt. 🦟 Bevor die Mücken kommen, sind natürlich die Fliegen da und evtl. der Gestank vom Kuhstall oder die sozialpädagogisch auffälligen Kinder, die direkt neben uns schreien. Bis wir dann alles fertig haben und im Zelt liegen ist es i.d.R. 20.30 Uhr und wir schaffen evtl. noch 1 Folge auf Netflix, denn der Wecker klingelt ja auch schon wieder gegen 5.30 Uhr und dann heißt es aufstehen, Zelt abbauen etc. 😴 ⏰
Also genießen wir jetzt die Zeit in der Deluxe-Kabine und hoffen, dass wir nächste Woche in eine normale, saubere Kabine umziehen können. Dann können wir uns nämlich auch vorstellen noch länger zu bleiben. 🌱
Weiter ging es damit, dass unser Kühlschrank den Geist aufgegeben hat. Leider konnte er auch nicht mehr repariert werden und es musste ein Neuer her. Dieser ist noch größer, leider aber auch noch breiter, wodurch die Stühle nicht mehr so gut in das Auto passen... ❌
Bevor wir zum Familienbesuch nach Melbourne aufbrechen wollten versagte auch noch die Batterie von unserem Auto. Zum Glück hat uns unser Chef noch Starthilfe gegeben (Samstag, 15.00 Uhr). 🔋
ABER... Es ist nicht alles schlecht! 😉 Die Arbeit ist erträglich! Die Aufgabe in den ersten 3,5 Wochen bestand darin, kleine Stücke aus dem Stamm von jungen Walnussbäumen zu schneiden und diese durch andere Sprossen zu ersetzen. Dies haben wir für mehrer Stunden am Tag gemacht, was ein sehr gutes Training für die Hamstrings war! Zudem haben wir an der frischen Luft gearbeitet und fleißig an unserer braunen Haut gearbeitet. 👩🏻🌾
In dieser Woche ist Chris überwiegend damit beschäftigt Holz zu spalten und Maria kümmert sich um das Unkraut sowie um weitere Kleinarbeiten. ⚙️ Alle Arbeiten an den Walnussbäumen machen wir zusammen mit unseren zwei französischen Kollegen. Nach einem Streit (die Kommunikation war Schuld) verstehen wir uns auch wieder sehr gut! 🇫🇷
Der Verdienst ist im Vergleich zu Deutschland sehr gut hier. 💰Wir bekommen den Mindestlohn von 23,66 $/ h (= ca. 15 €) und arbeiten 6 Tage/ Woche. Die Arbeitszeiten legen wir relativ flexibel in Absprache mit unseren Kollegen fest. Das Gehalt wird in Australien jede Woche ausgezahlt, was sehr angenehm ist und die Motivation erhöht. Auch unser Chef ist eigentlich ziemlich nett, wenn man weiß wie man seine Äußerungen zu deuten hat. So war es auch kein Problem, dass wir mal ein Wochenende frei bekommen, um zum Arnold Sports Festival nach Melbourne zu fahren. Hier wurde übrigens ein Traum von Chris wahr. Er hat Arnold Schwarzenegger live gesehen und konnte ihm sogar die Hand schütteln. 💪🏻
Außerdem haben wir die Möglichkeit länger bei ihm zu bleiben und weiterhin unsere Urlaubskasse aufzufrischen und Tage für unser Visum zu sammeln.
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